Studium im Ausland festigt Sprachkenntnisse

Wer Sprachen oder ein verwandtes Fach studiert, wird sicherlich irgendwann im Verlauf seines Studiums ein Auslandsemester machen. Nichts ist besser geeignet, um seine Sprachkenntnisse zu festigen und viel Neues dazu zu lernen. Studenten, die ihre Fachsprache auch im Ausland vertieft haben, kommen nicht selten an ein muttersprachliches Sprachniveau heran und können das auch beruflich nutzen.

Muttersprachler sind gefragt

Schaut man nach Übersetzer- und Dolmetscherjobs in den Jobbörsen, wird hier häufig nach Muttersprachlern gesucht, da diese gerade für Übersetzungsarbeiten im Bereich Wirtschaft und Werbung eine höhere Kompetenz und einen besseren Wortschatz mitbringen. Wenn man sich als Student oder Studentin der Romanistik nun aber ein ganzes oder ein halbes Jahr im Ausland aufgehalten hat, wird man dort so viel von der Alltagssprache, von sprachlichen Eigenheiten und Besonderheiten aufgeschnappt haben, dass auch solche Studentenjobs in den Bereich des Machbaren gerückt sind. In einem solchen Fall sollte man sich bei Interesse einfach bewerben und “muttersprachliches Niveau” auf der Bewerbung angeben. Günstig sieht es vor allem dann aus, wenn man auch im Ausland gearbeitet hat, denn Jobben als Kellner in einem französischen Café ist die beste Referenz dafür, dass man sich wirklich wie ein Muttersprachler verständigen kann. Wer während seines Auslandsjahres arbeiten will, sollte sich allerdings vorher über das entsprechende Arbeitsrecht für Studenten informieren. Da Auslandssemester häufig über Stipendien finanziert werden, kann es sein, dass die Erwerbstätigkeit finanziellen oder zeitlichen Beschränkungen unterliegt. Dient der Job allerdings dem Spracherwerb, kann man sich vielleicht mit seinem Stipendiengeber auf eine Sonderregelung einigen. Wenn man gut begründet, warum der Nebenjob mehr als nur ein Job ist, bekommt man vielleicht eine Erlaubnis für einige Stunden pro Woche zu arbeiten.

Gewinn durch Integration

Wer ein Auslandssemester macht, um Land, Leute und Sprache kennenzulernen, sollte schon bei der Vorbereitung darauf achten, dass er auch wirklich die Gelegenheit dazu bekommt. Es gibt ein Wohnheim, in dem alle internationalen Studenten wohnen und wo auch der beste Freund oder die beste Freundin wohnen wollen? Das sollte man unbedingt meiden, denn hier wird bestenfalls Englisch untereinander gesprochen. Eine Wohngemeinschaft mit Einheimischen, ein unieigenes Wohnheim oder sogar ein Zimmer in einer Gastfamilie wird einem die Lebensweise, die Kultur und viele andere landestypischen Eigenheiten wesentlich näher bringen. Und die Sprachkompetenz, die man hier erwirbt, wird auch um einiges tiefgehender sein. Besonders für Spachenstudierende wird der Auslandsaufenthalt so um einiges aufgewertet und die Sprache, die man studiert, grundlegend vertieft. Der Wortschatz gewinnt bei einem gut organisierten und durchdachten Auslandsaufenthalt Wörter hinzu, die in keinem Lehrbuch zu finden sind.

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